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Wenn Männer den Schwanz einziehen

Es ist wieder Zeit für meine Kolumne auf Dessous Diary und passend zur Jahreszeit fanden dieses Mal etwas ungewöhnliche Begegnungen in der Dusche und der Sauna des Fitnessstudios ihren Weg ins WWW. Lest selbst:

Saunen und Fitnessstudios bieten ja schon von je her eine tolle Grundlage für soziale Studien. Doch bei aktuellen Beobachtungen komme ich nicht umhin, mich zu fragen, was denn bei den Männern von heute los ist, denn sie ziehen im wahrsten Sinne des Wortes den Schwanz ein. Es sollte doch ganz normal sein, sich in der Umkleidekabine auszuziehen, sich ein Handtuch umzubinden und dann unter die Dusche oder in die Sauna zu gehen. Da ist nichts dabei, oder? Scheinbar schon, denn gerade bei der jüngeren Generation wird der Anschein erweckt, dass das Schamgefühl in der letzten Zeit um ein Vielfaches angestiegen ist.

Damit sind nicht die Männer mit Migrationshintergrund gemeint, wo man es ja schon gewohnt ist, dass zum saunieren oder duschen die Unterhose oder die Shorts anbehalten wird, nein, vielmehr bei Männern ohne diesen Hintergrund scheint die Zahl derer, die sich ihrer Nacktheit schämen, anzusteigen. Warum nur?

Grundsätzlich dient die Dusche nach dem Sport der Reinigung vom Schweiß und somit der Entledigung von möglichen Bakterien auf dem Körper, die sich gerade in den sonst unsichtbaren Regionen ansammeln. Das Schwitzen in der Sauna ist ebenso ein reinigender Prozess, bei dem es nicht darum geht, seine Nacktheit zur Schau zu stellen, sondern sich zu entspannen und mögliche Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren. Weswegen sind wohl die meisten Saunen nur spärlich beleuchtet? Es ist kein Jahrmarkt der Eitelkeiten, sondern ein Ort der Ruhe und Entspannung.

Aber gerade junge Männer behalten immer häufiger ihre Kleidung sowohl beim Duschen als auch in der Sauna an und merken eigentlich gar nicht, dass sie damit einen zusätzlichen Bakterienherd für sich und ihre Mitmenschen schaffen.

Warum also nackt in die Sauna und in die Dusche?

Jetzt mal Schamgefühl zur Seite und her mit den Fakten. Die meisten Wäscheartikel enthalten synthetische Stoffe, die durch die Hitze der Saune ausdünsten und somit die Gesundheit der Mitschwitzenden beeinträchtigen können. Zum anderen sammeln sich durch Sport und Schwitzen Bakterien und Pilze in den Materialien, die beim Duschen nicht vollständig von der Haut entfernt werden und sich durch die Wärme der Sauna vermehren können. Man bietet also allen einen infektiösen Mehrwert zum Saunabesuch und das ist alles andere als Lecker. Ratet mal, weswegen ihr euch ein Handtuch unterlegen sollt?  Besonders die Herren der Schöpfung, die mit der vollgeschwitzten Buxe dann auch gleich ins Tauchbecken oder in den Pool hüpfen möchte man gerne eine Flasche zur Desinfektion mitbringen. Also, runter mit der Hose.

Jetzt mögen sich manche fragen, warum sich denn die Damen in ein Handtuch hüllen? Ja, das machen viele Frauen, aber zum einen sind diese meist aus reiner Baumwolle und bieten wenig Raum für Bakterien. Zum Zweiten haben sie meistens ein zweites Handtuch mit, mit dem sie sich nach dem Duschen abtrocken und drittens solltet ihr Männer euch mal an die eigene Nase fassen, denn es gibt genug, die beim Anblick einer attraktiven, nackten Frau immer noch Stielaugen bekommen, also selbst schuld. Das Ziel in der Saune ist klar: Hier sind alle in ihrer Nacktheit gleich, wie damals Adam & Eva – nein, nicht die Sendung auf RTL, die aus der Bibel.

to be continued [...]

Den vollständigen Artikel könnt ihr natürlich wie immer auf Dessous Diary lesen.

Eine kleine Herausforderung ist es schon, die zehn besten Unterwäschemarken für Männer aus dem vielfältigen Angebot herauszufiltern. Welche Kriterien sollen als Wegweiser dienen, um sich durch das Baumwoll-Elastan-Dickicht der Fashion-Industrie zu wühlen, um für euch genau die Marken in die Top-Liga heben?

Frei nach dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ hat sich SPRECHBLASE PR direkt an das starke Geschlecht gewendet und via Facebook zu einer Umfrage aufgerufen, die die Jungs mal dazu aufgefordert hat, die Hosen herunter zu lassen und Farbe bzw. Marke zu bekennen. Repräsentativ auf den Bundesdurchschnitt ist das Ergebnis sicher nicht, aber dennoch spiegelt es den aktuellen Geschmack von weit über 200 Männern im Alter von 18 bis 60 Jahren wieder. Ein bunter Underwear-Mix sozusagen mit vielen Bekannten. OK, Männer, dann mal die Hosen runter und zeigen, was da im Verborgenen schlummert.

 

10. DIRK BIKKEMBERGS

Ein wenig enttäuscht war ich schon, dass einer meiner Favoriten es nur auf Platz 10 geschafft hat, aber gemessen an der Anzahl der Labels, die zur Auswahl standen, war das so gesehen eine tolle Leistung. Das Label besticht durch eine exzellente Passform, sehr gute Verarbeitung und vor allem durch ein modernes, aber nicht zu auffälliges Design, das einem modernen Mann gerecht wird und ihn optimal verpackt.
Dirk-Bikkembergs

09. SCHIESSER

Dieses deutsche Traditionsunternehmen gilt als der Vorreiter des Feinripp, welches 1923 auf den Markt kam und hatte in den letzten Jahren eine ziemliche Berg- und Talfahrt hingelegt. Nach 2009 erholte sich das Unternehmen nach und nach wieder. 2010 wurde die Insolvenz beendet und mit einem neuen Markenauftritt sowie einem überarbeiteten Firmenlogo ist das Unternehmen wieder ganz oben mit dabei.

Schiesser

08. HOLLISTER

Ein kontroverses Label, wenn man der Presse glauben darf. Gehypt als eines der absoluten Jugend-Labels (gehört zu Abercrombie & Fitch) und gedacht für die sportiven und schönen Menschen, wie es gerne kommuniziert wurde. Das interessante Store-Konzept bietet eher gedämpftes Licht und coole Musik im Surfer-Style, doch sorgt die übermäßige Aromatisierung immer wieder für Atemnot bei mir. Und um ehrlich zu sein ist ein Label, dass Menschen ausschließt, leider nicht meins.

Hollister

07. TOMMY HILFIGER

Wer kennt sie nicht, die dreifarbige Optik, mit der dieses Label für einen perfekt koordinierten und einheitlichen Look in der Öffentlichkeit sorgt. Schöne Menschen im AMERICAN STYLE transportieren den American Way of Life bis ins letzte Wohnzimmer. Die Wäsche dieser Marke ist ebenso cool und lässig gehalten und verzichtet auf auffällige Designs und Looks – so wie die Marke an sich auch. Sie ist eben das Label, das an die Hamptons, an Golf und Polo (den Sport, nicht die Marke) erinnert, eben klassisch-amerikanisch.

Tommy

06. AUSSIEBUM

Halleluja, was für ein Augenschmaus! Rein optisch gesehen bietet das australische Label alles, was das Herz begehrt: Aktuelle Mode, aufwändige Designs und vor allem Models, bei denen man die Wäsche vergisst und der Mund offen stehen bleibt. Reine Taktik? Natürlich, denn nicht umsonst ist die Marke vor ein paar Jahren gerade das „Must have“ der Gay-Community gewesen. So schnell der Hype kam, so schnell ging er auch leider wieder und ich kann auch verstehen warum. Auch wenn die Bilder perfekte inszenierte Beulen in Unterhosen, knackigste Kehrseiten und andere tolle Muskelpartien in den Fokus heben, fehlt es der Marke ein wenig an Beständigkeit. Qualität und Passform hielt nicht mal eine Saison und ich muss gestehen, dass ich auch vom Marketing geblendet wurde, mich aber die nicht überzeugende Qualität eines Besseren belehrt hat. Optisch top, aber schnell wird der Push-up-Trunk zum Wäschesack. Schade eigentlich.

Aussie-Bum

05. ADDICTED

Eigentlich gibt es zu diesem spanischen Label gar nicht viel mehr zu sagen, denn es bedient sich derselben Strategie wie unser Platz 06. Dieses Mal treten nur die heißen Spanier und Latinos auf den Plan und preisen heiße Hintern und sexy Wäsche an. Klar, dass auch hier gepusht und gerückt werden darf und die Gays unserer Nation reihenweise „Hier“ schreien. Die Designs reichen von klassisch-sportlich bis extrovertiert heiß und in der Qualität ist ADDICTED seinem australischen Vorgänger eine Armlänge voraus, weswegen der 6. Platz durchaus gerechtfertigt ist.

http://addicted.es/es/

04. JOCKEY

Seit nunmehr 140 Jahren ist das amerikanische Traditonsunternehmen in insgesamt 140 Ländern vertreten und gilt seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als Erfinder der bekannten Unterhose (Brief). Das Unternehmen wurde von Andy Warhol geliebt, entwarf die Unterwäsche für den ersten Flug zum Mond und war auf dem Cover der Rolling Stones zu sehen, was will man also noch mehr? JOCKEY schafft es, klassische Produkte in Ripp und Co. perfekt mit seinen aktuellen Fashion Kollektionen zu kombinieren und bietet für jeden Mann die passende Lösung für untendrunter und drüber bei Freizeit, Sport und Spiel. Ich persönlich freue mich sehr, dass JOCKEY es so weit im Ranking gebracht hat.

Jockey

 

03. Bruno Banani

Seit 1993 feuert das Chemnitzer Unternehmen seinen Slogan „Not for everybody“ erfolgreich in die Menge. Nach unternehmenseigenen Aussagen lag bereits die Markenbekanntheit in der Bevölkerung nach 8 Jahren bei 27% und das will ich gerne glauben. Die Wäschedesigns reichen von klassischen, manchmal sogar konservativen Optiken bis hin zu modernen, auffälligen Produkten, die eine sehr breite Zielgruppe ansprechen. Ob Jung oder Alt hat sich dieses deutsche Unternehmen zu einer der Top-Player im Wäschemarkt gemausert und gehört deswegen schon in dieses Ranking.

Bruno-Banani

 

02. HUGO BOSS

Und wieder ein deutsches Unternehmen, das es dieses Mal sogar bis auf Platz 2 geschafft hat. 1924 in Metzingen gegründet, gehört HUGO BOSS zu den weltweit erfolgreichsten Modemarken, auch im Unterwäsche-Segment. Da liegt vor allem an der sehr guten Materiakombination, die perfekten Sitz in jeder Situation garantiert, dem markanten, aber zurückhaltenden Design und vor allem der Langlebigkeit. Denn sind wir mal ehrlich, wir Männer kaufen eh nicht häufig Wäsche und wenn, dann muss sie auch einiges aushalten können. HUGO BOSS überzeugt und gehört deswegen alleine schon auf diesen Platz.

Hugo-Boss

 

Uih, jetzt geht es um die Krone der Unterwäsche, um den goldenen Waistband, um das Unternehmen, das scheinbar jeden Mann überzeugt, zumindest nach Umfrage und ich sage nur eines… die 90er Jahre, ein trainierter Sänger und ein lasziver Blick auf einem Schwarz-Weiß Motiv. Die Rede ist natürlich von Marky Mark und deswegen ist auf Platz 1…

 

01. CALVIN KLEIN

Was macht dieses Label so besonders, was macht es zum Spitzenreiter in unserem Ranking? Das amerikanische Label wurde 1968 vom Deigner Calvin Klein gegründet, wird aber seit 2003 nach der Übernahme von Phillips-Van Heusen ohne den Gründer weitergeführt.

Wenn diese Marke von Anfang an eines konnte, dann war es auffallen, aber stets im positivem Sinne. Ob es die grandiose Marky Mark-Kampagne war oder das erste Unisex-Parfum der Welt – um Calvin Klein kam man nie herum. Omnipräsent wie die Luft ist dieses Label ein konstanter Teil unseres Lebens geworden. Und das nicht zu guter Letzt natürlich vor allem durch die Wäsche, die qualitativ hochwertig, aber nie aufdringlich ist. Zwar gab es die einen oder anderen Knallfarben, aber dann wurde das Design reduziert, so dass es nie zum Overkill kam. Ein wenig klassisch, ein wenig Trend und vor allem viel Qualität machen diese Marke bis heute zu einem Mega-Player der Branche und deswegen der verdiente erste Platz im Ranking.

Calvin-Klein

 

Unser Fazit:

 

Tja, was bleibt mir noch zu sagen? Auch wenn es Statistiken gibt, die das eine oder andere Label nicht in der Top 10 sehen, bin ich sehr begeistert davon, wie gut die Männer mit der Vielfalt der Wäsche umgehen und sogar Markentreue zeigen. Denn glaubt man unserer Umfrage machen sie ihre Treue vom Design und der Qualität abhängig und bleiben bei einer Marke, wenn sie ihnen genau das liefert. Immerhin tendieren Männer nach wie vor eher zu Unifarben anstatt du schreienden Designs, die an explodierte Manga-Comics erinnern anstatt an eine Unterhose und suchen vor allem nach Qualität und Material aus. Was mich dann doch überrascht hat, was die Angabe, dass nur 3% ihre Wäsche von der Liebsten kaufen lassen, sondern lieber selbst im Store schauen und dort oder online kaufen. Die Selbstständigkeit der Männer scheint auf dem Vormarsch – Hurra!