Letzte Artikel von Stephan Burghardt

Unsere Weltmeere, einst das friedvolle Refugium von unzähligen Meeresbewohnern, deren Artenreichtum unseren Tisch, aber auch unseren Geist beflügelte. Wer kennt sie nicht, die spannenden Geschichten riesiger Leviatane, die Schiffe zum Kentern brachten, monströse Wale, die ganze Boote und Schiffe verschlangen?

Doch, wie so häufig pfuschte jemand dazwischen, und aus den schönen Geschichten, die uns durch unsere Kindheit begleiteten, wurden Horror-Szenarien der etwas anderen Art. Mittlerweile sind unsere Weltmeere, die über 70% unserer Oberfläche bedecken, die am stärksten verschmutzten Regionen des blauen Planeten. Selbst der Mariannengraben, der tiefste Punkt des Meeres ist nicht von der Plastik-Flut verschont worden. Wir sprechen hier von einer Tiefe von 11.000 Metern.

Ganze Plastikteppiche erreichen mittlerweile die Küsten der Länder und es sind nicht nur sogenannte „Dritte Welt“ oder „Schwellenländern“, die dafür verantwortlich sind. Unser Anteil daran ist immens groß, aber warum? Schließlich wird doch unser Plastik brav recycelt?

Ja, genau das will man uns weiß machen, aber wie kommt es denn, dass auf Mülldeponien in Malaysia und anderen asiatischen Ländern tonnenweise Plastikmüll im wahrsten Sinne des Wortes „auf Halde“ liegt und nach und nach ins Meer wandert? Eines ist sicher, wenn wir nichts tun, werden bald mehr Kunststoffteile als Fische im Meer schwimmen. Jedes Jahr sterben Millionen Seevögel und hunderttausende Meerestiere, vor allem Säugetiere, an Vermüllung. Im Meer treibende Fischnetze, transparente Sixpack-Träger und vor allem Mikroplastikpartikel landen in den Mägen, mit dem Ergebnis, dass die Tiere qualvoll verenden.

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Bei Sizilien wurden erst kürzlich tote Wale mit Unmengen Plastik im Magen tot am Strand gefunden, auf den Philippinen waren es im Bauch eines Wals knapp 40 Kilo, von Dutzenden toten Delfinen will ich erst gar nicht anfangen.

Ich muss gestehen, dass mir das Ausmaß dieser Verschmutzung selbst gar nicht so bewusst gewesen ist, bis ich vor nunmehr acht Jahren im Süden Thailands unterwegs war. Während einer Bootstour begann meine Erweckung auf einer wunderbaren Insel mit einem unglaublichen Strand, einziger Wehrmutstropfen: der gesamte Strand war voll von Plastikflaschen, Fischernetzen, Mülltüten und weiterem Zeug, das dort nichts zu suchen hatte. Weitere Ereignisse wie das Schwimmen in Plastik statt Fischen vor der Küste einer weiteren Insel haben dann den Schalter umgelegt: Es musste etwas passieren.

Viele Menschen können sich das Ausmaß dieser Katastrophe nur selbst kaum vorstellen, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Schockierende Videos im Fernsehen, Bilder von gequälten Tieren, das hat schon in den 80ern und 90ern wenig gebracht, als die großen Tankschiffe für immense Ölverschmutzungen an Stränden und Küsten sorgten. Klar, man war geschockt, aber seien wir mal ehrlich, hatte es in der Masse der Bevölkerung einen Effekt? Ich möchte nicht darauf wetten, aber mein Gefühl sagt klar „Nein“.

Sicher können viele das Wort Plastik nicht mehr hören, aber seien wir doch mal ehrlich. Wir gehen einkaufen und am Ende hat man häufig mehr Plastikmüll im Wagen als verwertbare Lebensmittel. Oder müssen geschälte Orangen in Kunststoff sein? Ist denn der Mensch zu bequem, sich mittags mal eben schnell eine Orange selbst zu schälen? Ja, wir wurden in den vergangenen Jahren zu immer wachsender Bequemlichkeit erzogen, warum gibt es sonst diese ganzen Junkfood-Ketten oder das Convenience Food?

Fakt ist, unsere Meere ersaufen langsam in unserem Dreck, doch seitens der Industrie scheint ein Umdenken nicht möglich. Klar, wer will denn auch auf Milliardengewinne verzichten, wenn es doch so einfach geht, mit der Unwissenheit der Menschen richtig Kasse zu machen?

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Das, was wir an den Oberflächen schwimmen sehen, ist nur die Spitze des Eisberges, denn 70% der Mülls schwimmen aufgrund ihrer Dichte in tieferen Meeresschichten oder sinken auf den Grund des Ozeans, wo sie ganze Riffe und Vegetationen zerstören.

Noch ein paar Zahlen, weil es so schön ist:

  • 000 Tonnen Plastikmüll landen Jahr für Jahr durch die Schifffahrt, Fischerei und Offshore-Industrie in der Nordsee
  • Über 10 Millionen Tonnen landen jährlich in der Weltmeeren
  • 663 Tierarten sind durch die Einwirkungen von Plastik in Mitleidenschaft gezogen
  • Mikroplastik sorgt im Meer und an Land für immense Belastungen (an Land bis zu 32 Mal höher als im Wasser)
  • EU-weit werden 500.000 Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen entsorgt, die meisten Stücke davon sind Einweggeschirr und Essenverpackungen
  • Eine Plastiktüte braucht bis zu 20 Jahre, um sich im Meer zu zersetzen
  • Ein Styroporbecher braucht 50 Jahre bis er zersetzt ist
  • Eine PET-Flasche benötigt ebenso wie eine Wegwerfwindel 450 Jahre (nein, das ist kein Tippfehler)
  • Eure Zigarettenstummel verrotten erst nach fünf Jahren, mal ganz davon abgesehen enthält jeder Stummel über 700 giftige Chemikalien, die ins Wasser und den Boden gelangen.

Was wir tun können? In erster Linie kann jeder dafür sorgen, dass diese Berge zumindest kleiner werden und die Nachflut an Plastikmüll verringert wird. Gerade beim Verpackungsmüll sowie bei Einwegplastik heißt es: Finger weg!

Bio-Artikel gehören nicht in Plastikverpackungen und eure geliebte Limonade könnt ihr gerne auch ohne Strohhalm trinken, ebenso das spontane Barbecue muss nicht von Kunststoff geprägt sein.

Manchmal bedarf es einem Kick in  den Allerwertesten, um die eigene Denkmaschine anzukurbeln, zumindest war es bei mir der Fall. Heute haben wir unseren Kunststoffverbrauch in den eigenen vier Wänden um knapp 70% reduzieren können – für mich noch immer zuviel Plastik, aber wenn jeder seinen Verbrauch drosselt und zu weniger Verpackungsmüll greift, kommen wir ein großes Stück weiter. Ganz sicher.

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Nächstes Thema: Diese Ideen kämpfen gegen den Müll im Wasser.

Wie eine Kultur und das Leben von Tieren mit Füßen getreten wird. Ein Reisebericht von Stephan Burghardt.

 

Nach einer Reise hat jeder von uns viel zu erzählen. Erlebnisse, Eindrücke, den einen oder anderen komischen Vorfall, der für Heiterkeit unter Freunden und Bekannten sorgt. Gerade in einem Land mit einer so aufregenden und spannenden Geschichte wie Ägypten, nimmt der Besucher etwas für die Ewigkeit mit. Doch leider sind das nicht immer positive Erlebnisse, denn das, was wir bei unserem eintägigen Ausflug in die Hauptstadt Kairo erlebt haben, ließ uns das Blut in den Adern gefrieren und die Tränen in die Augen schießen. Ein Erlebnis, dass niemand ertragen kann, der auch nur den kleinsten Funken Tierliebe und Respekt Kulturen und Lebewesen gegenüber in seinem Herzen besitzt.

Mit dem Besuch von Kairo sollte unsere nächste Kulturetappe in Ägypten starten und so steigerte sich die Vorfreude auf die monumentalen Pyramiden von Gizeh, dem letzten noch bestehenden Weltwunder, dem imposanten Sphinx und nicht zu guter Letzt den unschätzbaren Relikten der alten Pharaonen im Ägyptischen Museum in Kairo. Wir verließen früh morgens den Flieger und wurden vom deutschsprachigen Reiseleiter abgeholt, der aufgrund seines Studiums der Ägyptologie und der Germanistik über exzellente Sprachkenntnisse und Hintergrundinformationen zur Stadt und der Lebensweise verfügt. Nach einer langen Fahrt in die Stadt, einem Besuch der malerischen Altstadt, wartete das Ägyptische Museum auf unser aufgeregtes Reise-Trio. Wir wurden nicht enttäuscht, und auch wenn die asiatischen Reisegruppen uns eher zwischen den Beinen herumliefen, konnten wir den Blick nicht von den monumentalen Statuen und den unermesslichen Schätzen lassen, die jeder von uns schon im Fernsehen und in Büchern, doch nie live gesehen hatte. Natürlich waren die Schaukästen etwas in die Jahre gekommen und hier und dort wäre mal etwas Ordnung und Farbe angebracht gewesen, aber das war Nebensache vor all der Schönheit, die uns dort erwartete.

Nach dem Mittag sollte uns nun das große Finale erwarten: Gizeh mit den Pyramiden der Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos sowie der drei Königinnenpyramiden und dem eindrucksvollen Sphinx. Es kribbelte schon in den Fingern und das Essen konnte nicht schnell genug gehen, doch es sollte alles ganz anders kommen.

Mal ganz davon abgesehen, dass man es für sinnvoll hielt, die Häuser fast bis an die Grenzen der Pyramiden zu ziehen, schob sich eine ewige Blech-Karawane den Berg hinauf bis kurz vor die Cheops-Pyramide. Für uns etwas absurd, aber nachvollziehbar, wo doch jeder auf der Welt dieses einmalige Erbe sehen wollte.

Nun hätte man meinen sollen, dass den Grabmälern ein wenig Respekt gezollt werden würde, doch umso schockierter waren wir von dem Bild, dass sich dort bot. Tausende von Touristen – davon knapp 75% Ägypter, die derzeit Ferien hatten, und andere arabische Besucher mit äußerst fragwürdigen Manieren sowie 15% Asiaten und die restlichen teilten sich dann in andere Nationalitäten auf – schoben sich zwischen Autolawinen bis dicht an die Pyramiden heran und gerade arabisch abstämmige Zeitgenossen, auf deren Land sie erbaut worden waren, zollten den Grabmälern keinen Respekt, sondern kletterten wie wilde Bestien auf ihnen herum, hinterließen mit dicken Stiften ihre Unterschriften auf den Steinen, so dass die Ordnungshüter dem kaum gerecht werden konnten (uns wurde gesagt, es seien meistens Ägypter, doch waren es auch Menschen aus dem gesamten arabischen Raum). Der Fluch der Pharaonen schien ganz neue, andere Auswirkungen zu haben. Das Volk, das mit dem Tourismus lebt und von ihm, sieht hilflos zu, wie sein Erbe denunziert wird und leistet doch leider aus der Notlage heraus einen ebenso schlimmen Beitrag...

Sind Nutztiere wertlos?

Doch das war noch lange nicht das Schlimmste Erlebnis des Tages. Denn jeder kennt die netten Postkarten mit Pferden und Dromedaren vor der malerischen Silhouette der Pyramiden. Die Realität hat uns einen Schock versetzt, der selbst jetzt – über eine Woche nach der Heimkehr – immer noch in den Gliedern sitzt. Auf unebenen Wegen voller Müll, Steinen und losem Geröll schoben arme, ägyptische Viehtreiber eine Horde von Dromedaren und Pferden durch die Massen zur Belustigung des Pöbels. „Wollen Kamelreiten?“, wurden wir immer wieder gefragt und beim Anblick der Tiere stockte uns der Atem. Das, was wir dort sahen waren nicht nur 10 oder 20 Tiere, nein, knapp 200 Pferde und knapp 100 Dromedare wurden dort gepeinigt, gequält und bis aufs Blut ausgebeutet, direkt unter den Augen der alten Pharaonen.

Das einzige Fot, das wir machen konnten und diesem Tier ging es noch sehr gut im Verhältnis zu den Anderen.

Das einzige Foto, das wir machen konnten und diesem Tier ging es noch sehr gut im Verhältnis zu den Anderen.

Wir mussten hilflos mit ansehen, wie sich Touristen – und wir haben es beobachtet, es waren fast ausschließlich wohlhabende äÄgyptische und massig arabische Touristen – mit sechs Leuten in eine Kutsche begeben haben, um den Weg von einer Pyramide zur anderen zu nehmen. Nur war das Tier, welches den Wagen zog, nicht einmal mehr in der Lage, alleine zu laufen, da es nur noch aus Haut und Knochen bestand sowie übersät von offenen, blutenden Wunden war. Ein Horrorzirkus, den kein Mensch mit Achtung vor Tieren ertragen kann, schob sich wie eine giftige Brühe zwischen den Pyramiden entlang. Sich wehren war für die Tiere keine Möglichkeit, denn entweder fehlte ihnen die Kraft oder bei der kleinsten falschen Bewegung hagelte es harte Peitschenschläge auf die eh schon fast zu Tode geschundenen Leiber. Wohin man sah, es gab nur gequälte Tier, offene Wunden, spitz hervor ragende Knochen und Augen, die sich den Tod wünschten als das Leben!

Quelle: Internet

Quelle: Internet

Pferdekutschen wurden zwischen den Reisebussen die Hügel nach oben gejagt, nur zur Belustigung dieses faulen Packs ohne Moral und Anstand. Die Kutschen wurden durch die fahrenden Reisebusse gelenkt und bei jedem Aufbäumen hagelte es Schläge mit der Peitsche. Offene Wunden an den Knien, rohes Fleisch dort, wo das Geschirr fest gezurrt wurde sowie unter den Sätteln, und Augen, die mehr den Tod herbeisehnten als das Leben, das keines war.

An einem Welterbe der UNESCO werden grausamste Tierquälereien zu gelassen, vor denen jeder Ordnungshüter, der dort steht, seine Augen verschließt – natürlich, denn schließlich werden sie ja auch von den Tiertreibern geschmiert und sacken sich noch Geld ein (man beachte bitte, dass es in Ägypten kein Gesetz zum Tierschutz gibt und sie dort als Nutztiere angesehen werden, ebenso mit den Menschenrechten ist es aufgrund der verheerenden, politischen Situation nicht weit her).

Mit diesen Bildern im Kopf konnten wir natürlich die Pracht der entweihten Bauwerke gar nicht mehr genießen und stellen uns selbst vor dem Sphinx immer wieder die Frage, warum niemand etwas dagegen unternehmen kann, warum solche Schauspiele nicht verhindert werden können und vor allem, warum ein Volk mit so einer unglaublichen Vergangenheit, zulässt, dass seine Geschichte mit Füßen getreten wird und alles aussaugt, um an Geld zu kommen, egal, was und wer dabei auf der Strecke bleibt (die Not im Lande ist leider extrem groß und Pauschalurlaube helfen den Veranstaltern, aber nicht dem Land). Ein Leben hat in Ägypten scheinbar keinen Wert, sofern es nicht das eigene oder das der Familie ist.

Am Boden zerstört, verließen wir vorzeitig diesen grausamen Horror-Zirkus und stellten erst einmal unseren Reiseführer zur Rede, der sich das Schauspiel selbst wohl noch nie so genau angesehen hatte, denn er wirkte recht schockiert nach unserer sehr bildreichen Beschreibungen der Szenerie. Seine Erklärungen dafür schockten uns eigentlich noch mehr, denn derzeit sei es in Ägypten wohl so, dass es eigentlich keine funktionierende Regierung gibt, also auch keine vernünftige Staatsmacht, die durchgreift, sich um die Einhaltung von Gesetzen kümmert, geschweige denn etwas für die Rechte von Lebewesen tut. In Ägypten ist jeder auf sich alleine gestellt und so dominiert Machtmissbrauch, Egoismus und Korruption das Bild. Man sei sich der Situation bewusst und er wusste auch zu berichten, dass so ein Tier an den Pyramiden nicht länger als vier Monate durchhält – wir müssen dabei anmerken, dass viele der Tiere nicht einmal ausgewachsen waren. Nun stellte sich uns aber die Frage, was machen die Tiere bei Temperaturen von 30, ja gar 40 Grad im Sommer, wo sie heute bei 25 Grad weder Wasser noch etwas zu fressen bekamen? Ein Schulterzucken war die Antwort auf diese Frage.

Uns ist es bewusst, dass es Ägypten mehr als schlecht geht, schließlich kommen heute nur noch 10 Prozent der Touristen ins Land wie früher, aufgrund der negativen, internationalen Meldungen und Unruhen hungert das Land – nicht umsonst sieht Kairo aus wie ein übergroßer Müllschlucker mit bewohnten Bauruinen, aber wir sehen da keinen Grund, Ausbeutung zu betreiben wie es die alten Pharaonen bei ihren Sklaven gemacht haben. Hier geht es um Lebewesen und das Bewusstsein zu haben, dass die UNSECO die Pyramiden als Weltkulturerbe auserkoren hat – zu Recht wie wir finden – aber dennoch nichts dafür getan wird, dass dieses Erbe und alles, was dazu gehört, geschützt wird, stellt ein sehr fragwürdiges Bild auf. Andere Länder, andere Sitten mag man da sagen, aber die Zeit Lebewesen nur als Nutztiere zu sehen, die ausgetauscht werden, wenn sie nichts mehr wert sind, ist vorbei. Es sagt sich zwar so einfach, wenn man in einer florierenden Industrienation wie Deutschland wohnt, auch hier haben wir unsere schwarzen Schafe, wie das Schreddern von männlichen Küken, Massentierhaltung… man könnte sie Liste endlos fortführen.

Aber als Gast in ein Land zu kommen und sich diesem grausamen Spektakel ausgesetzt zu sehen, verringert die Chance des Landes wieder mehr Touristen und damit auch mehr Geld ins Lang zu bekommen. Vielleicht mag diese Handlungsweise im Naturell und dem Charakter der Ägypter (sowie der aktuellen Situation im Land) liegen, dann hat aber die internationale Aufklärung vollkommen versagt, denn ich weigere mich zu glauben, dass nicht jeder einzelne von uns etwas tun kann und umso froher war ich zu sehen, dass keine Touristen westlicher Abstammung ein aktiver Teil dieser Massentierquälerei waren. Auf die Frage des Reiseführers, ob ich nach diesem Erlebnis noch einmal Ägypten besuchen würde, war meine Antwort ganz klar „Nein“, weil mir der Schock noch in den Gliedern saß, aber ich kann ein solches Handeln nicht mit meinem Gewissen vereinbaren – das sollte niemand! Und kein Tier sollte so ein Leid ertragen. Bewusster reisen und handeln, das sollte jeder Tourist machen.

 

Anmerkung:

Bei dem Versuch, die Tiere und die beschädigten Details zu fotografieren wurden wir leider sehr vehement von den Treibern abgehalten. Umso mehr hoffe ich, dass in diesem Fall mehr die Worte als Bilder für sich sprechen.

Nachwort:

Natürlich ist die Problematik weitaus komplexer und diffiziler, als man es an einem halben Tag aufgreifen und umsetzen kann, weswegen wir uns aufgrund der vielen Rückmeldungen, die auch durchaus kritischer Art sind, mit Hilfsorganisationen in Verbindung gesetzt haben und schauen, wie man hierzulande mehr Bewusstsein für dieses Thema kreieren kann. Ich danke euch für eure Anregungen, Kritiken und Erfahrungen, wir werden hier auf jeden Fall am Ball bleiben. Das Ziel soll ja schließlich nicht sein, dem Land zu schaden, sondern zu unterstützen.

Deswegen unser gut gemeinter Rat: Nicht dem Land einfach den Rücken kehren, sondern vielmehr bewusster in das Land reisen und sich vorher bei verschiedenen Reiseveranstaltern darüber informieren, wie sie zum Thema Tierschutz in diesem Land stehen. Dank unseres Artikels haben wir sehr gute Rückmeldungen von Neckermann Reisen und Thomas Cook erhalten, die sich für bessere Bedingungen im Land einsetzen, danke dafür. Ebenso ist es wichtig, sich nicht von den lockenden Billig-Angeboten und All-Inklusives blenden zu lassen, denn daran verdienen in erster Linie die Hotelketten und im Land kommt selten etwas davon an. Also, lieber nach kleinen Boutique-Hotels schauen, Reisen und Ausflüge mit Hilfe von ortsansässigen Kennern planen und durchführen, damit das Geld dann auch dort ankommt. Und vor allem immer mit einem bewussten Auge durch das Land gehen und nie vergessen: Den Menschen dort geht es schlecht und jeder Euro, den man dort einem Menschen in die Hand geben kann, hilft.

Ägypten ist ein Land, das sich lohnt, aber nur, wenn wir alle bewusst leben und respektvoll handeln. Danke.

Diesen Bericht haben wir im Internet gefunden und er spiegelt sehr gut wieder, was auch wir erlebt haben: Schlechte Zeiten für Vierbeiner in Ägypten

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